Orgelabsenkung

Die Vorbereitungen für die Orgelabsenkung sind fast beendet, in der nächsten Woche passiert’s! Natürlich mit allen möglichen Sicherheitsvorkehrungen, damit niemand zu Schaden kommt und am wenigsten die Orgel selbst.

Alle anderen Handwerker sind aufgefordert, sich von der Orgelempore fernzuhalten, die Eingangstür wird abgesperrt. Und ich war nun auch mal auf dem obersten Gerüst. Es ist ein komisches Gefühl, wenn man sich vorstellt, daß unter einem 10m nur Luft ist. Aber das Gerüst ist abgenommen und zertifiziert, da wird nichts passieren. Auf dem großen Raumgerust gibt es 3m höher noch eine Arbeitsebene für die Maler und Zimmerleute direkt unter dem Tonnengewölbe.

Vor dem Anstrich werden die Zimmerleute in der nächsten Woche mit der Überarbeitung der Bretterbefestigung beginnen. Manche der geschmiedeten Nägel sind doch ein bißchen lose; dafür haben wir Spezialschrauben gefunden, die versenkt werden und die lockeren Bretter des Tonnengewölbes befestigen. Nur wenige Bretter müssen ausgewechselt werden, mit altem Material und genau der selben Stärke. Dann werden die Löcher gebohrt für die Lampen, die Mikrofone und das Schallsegel. Alle Punkte wurden bereits vorher markiert. Die Maurer werden die Risse über den Fenstern und und in der Stuckkante beseitigen, bevor sie weiter am Unterputz arbeiten.


Ja, und dann haben wir hinter dem Altar und der großen Herrschaftsloge in den drei Etagen der seitlichen Anbauten eine erschreckende Entdeckung gemacht: die tragenden Balken für das Dach, auf denen auch der geschnitzte Altar und die geschnitzten Teile der Loge liegen, sind massiv vom Echten Hausschwamm befallen. Man kann sie mit der Hand zerbröseln. Darum müssen sie ausgewechselt werden. Den genauen Ausmaß des Schadens werden wir erst in den nächsten Tagen ermitteln. Bei einer Begehung mit dem Kollegen der Denkmalbehörde äußerte der: „Na, welch ein Glück, daß die Sanierung der Kirche jetzt erfolgt, in ein paar Jahren hätte man nur noch abreißen können...“

Aber es wird einige Wochen dauern und so entsteht also neben den vier Baustellen Orgelempore, Ostempore, Eingangs-Anbau mit der ganzen Heizungs-Lüftungs- und Elektroinstallation und Dachdeckung nun noch eine fünfte Baustelle: Schwammbeseitigung hinter Altar und großer Loge. Aber unsere Handwerker versichern, daß sie das zusätzlich zu den vorgegebenen Terminen schaffen werden. Na, das ist doch aber mal auch eine gute Nachricht!

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