9. April

So, jetzt ist die Decke fertig gestrichen. Es war sogar nur einmal nötig, da sparen wir den zweiten Anstrich und können das große Gerüst früher abbauen. Im Untergeschoß ist die Toiletteninstallation in vollem Gange. Die Maurer beginnen mit der Demontage der schwammbefallenen Wände hinter dem Altar. Die haben aber wirklich guten Mörtel verwendet, bedauern sie, du musst jeden Stein einzeln rausmeißeln, sitzt nach 250 Jahren alles noch pickelfest! Und große Feldsteine haben sie verwendet — sehr mühsam! Der Risalit auf der Burgstraßenseite hat seine Beleuchtung bekommen, sieht am Abend sehr gut aus.

Die Firma für die Klammern der Dachziegel hat die Falschen geliefert! Wir haben extra eine Untersuchung machen lassen, wie die Windlast an dem Dach ist. Alle Ziegel müssen extra befestigt werden, damit sie sich bei Sturm bis zu 6 cm anheben und wieder in die richtige Position fallen lassen können. Nun die falschen Klammern! Möglicherweise verlieren wir 4 Tage, weil alle Ziegel noch mal mit den richtigen Klammern festgemacht werden müssen. Drum muss das Gerüst vielleicht eine Woche länger stehen. Naja, sowas passiert. Wir wollen aber keine Kompromisse machen. Nicht dass mal ein Ziegel runterfällt.


Bei Schnee können aber die besten Dachdecker nicht arbeiten. Der Winter im Frühling wird ja auch vorbeigehen. Hatte ich schon mitgeteilt, dass der Orgelbauer seinen Auftrag zurückgegeben hatte? Er schrieb, dass seine Mitarbeiter alle nicht mehr verfügbar wären und er die Orgel also leider nicht aufbauen könnte. So ein Schreck! Zum Glück hat die Kirchengemeinde seine Absage nicht akzeptiert, hat ihn auf den Vertrag hingewiesen und nun hat er tatsächlich zwei andere Orgelbauer gefunden, die mit ihm planmäßig die Orgel sanieren und aufbauen. Na, das hätte ja was geben können Einweihung ohne Orgel.

Zurück