8. März

Alles in Ordnung. Die Orgel steht am richtigen Platz. Sie ist nach hinten an die Wand gerückt, dank Schmierseife und zwei Plaste-Matten auch kein Problem. Glückwunsch an die Zimmerleute, die jetzt die Stempel drunterbauen, die Balken an den Wänden befestigen und die Orgelempore wieder auf das ursprüngliche Maß ergänzen. Dann haben die Putzer und die Trockenbauer freie Fahrt. Der MDR hat sogar berichtet, nur eine Minute lang, aber immerhin! Übrigens legt die Kirchengemeinde Wert auf die Feststellung, daß die Orgel ihr Eigentum ist und die Reparatur, die wahrscheinlich ab August beginnt, von ihr (mit Spenden und Fördermitteln) bezahlt werden wird.


Der Hausschwamm-Schaden ist tatsächlich noch größer als befürchtet. In den drei Etagen hinter dem Altar und der Fürstenloge gibt es jede Menge Befunde, die wir alle beseitigen müssen. Schwamm kann man nicht ignorieren. Also werden überall die Treppen ausgebaut, schmaler gemacht, damit sie nicht mehr an die Wände anstoßen, restauriert und wieder eingebaut. Hinter dem Altar wird ein Sprengwerk (Fachwerk-Stützkonstruktion) die Schubkräfte des Daches aufnehmen, die an den Wänden anliegenden Balken müssen ersetzt werden und die Innenwände teilweise neu gemauert. Die geschnitzten sichtbaren Teile des Altars und der Loge werden wohl mit einer Wärmebehandlung von Schwamm befreit werden.


Und inzwischen wird die gewölbte Decke über dem Saal repariert und gestrichen, die Löcher für die Aufhängungen der Lampen, der Schallsegel und der Mikrofone gebohrt und dann kann das riesige Gerüst wieder abgebaut werden. Die Elektriker legen die Leitungen in die Wände, die anschließend geputzt werden, Heizungs- und Lüftungsbauer installieren die Maschinen im Anbau. Inzwischen werden die Dachdecker die Ziegel wohl alle verlegt haben. Dann sieht’s von außen schon fast wieder aus wie vorher!

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